In Doberdol beginnt die heutige Etappe mit einem kurzen, aber steilen
Anstieg in Richtung Tromeda. Oben auf dem Pass angekommen finden wir
uns - einmal mehr - im Winter wieder. Obwohl die gestrige Tour bereits
über sehr schneereiches Gelände führte, doppelt die heutige Situation
noch einmal nach. Wir machen uns ein Bild von der Situation und
beschliessen, dass wir das Gelände - wenn auch mit grosszügigen
Abständen - durchqueren. Die Wegfindung ist nicht ganz einfach, und
ein steiles, mit einem Schneefeld überzogenes Couloir können wir
geschickt umgehen und vermeiden dadurch eine gefährliche Geländefalle,
da am unteren Ende ein Felsvorsprung mit unbekanntem Abgrund lauerte.
Danach führt der Weg weiter über einen breiten Rücken bis zur Grenze
zwischen Albanien und Kosovo. In der Nähe vom Roshkodol Pass müssen
wir erneut ein steiles Schneefeld traversieren, um die Passhöhe zu
erreichen. Der Abstieg vom Roshkodol Pass führt ebenfalls über sehr
schneereiches Gelände, auf der Abstiegsseite können wir aber
problemlos einige hundert Höhenmeter "hinunterskiern". Die Euphorie
kostet uns jedoch ein Paar Wanderstöcke, da diese im Schnee hängen
blieben und aufgrund der Krafteinwirkung direkt zerbrochen sind. Etwas
weiter unten im Tal gilt es noch barfuss einen Bach zu durchqueren,
der aufgrund der Schneeschmelze besoners viel Wasser führt. Danach
folgen wir einer Forststrasse bis nach Milishevc, wo wir uns von dem
anspruchsvollen Tag in einem Gasthaus erholen.