Peaks of the Balkans

Etappe 1 31. Mai 2026

Heute machen wir uns auf die erste Etappe des Peaks of the Balkans, einem rund 190 km langen Fernwanderweg im Länderdreieck Albanien, Kosovo und Montenegro. Angereist sind wir aus Tirana, wobei wir in Shkodër auf einem lokalen Camping (Shkodra Lake Resort) noch eine Nacht am Anreisetag miteingeplant haben. Von dort aus bringt uns am nächsten Morgen ein Bus um 07:15 Uhr nach Theth, sodass wir nach rund zwei Stunden am Ausgangspunkt unserer Fernwanderung eintreffen. Die Busfahrt führt über den Pass Qafa e Thorës, wo wir bereits erste Blicke in die albanischen Berge erhaschen und gleichzeitig unsere These bestätigt wird, dass es um diese Jahreszeit noch relativ viel Schnee in den Bergen haben wird. Besonders in Albanien und Kosovo geht ein überdurchschnittlich schneereicher Winter unserer Tour voran.

Der Einstig in den Peaks of the Balkans ab Theth (728 m) beginnt mit einem steilen ersten Aufstieg zum Valbona Pass (1759 m). Zugleich ist dieser Teil des Treks wohl auch einer der meistbesuchten Abschnitte, weil viele Touristenmassen nach Theth strömen. Aus unserer Tourenplanung wissen wir, dass der Valbona Pass auf dem Abstieg ins Valbona eine der heikelsten Stellen des Treks sein wird, wenn dort noch Altschneefelder anzutreffen sind. Bei unserer Planung sind wir deshalb auf eine Winterroute gestossen, welche weniger steil sein soll als die Sommerroute. In den letzten Jahren haben sich einige tödliche Unfälle beim Abstieg ins Valbona ereignet, da die Sommerroute durch ein ausgesetztes Felsband führt.

Oben auf dem Valbona Pass angekommen machen wir zuerst einmal eine Pause. Bislang können wir keine Leute beobachten, welche vom Valbona aufsteigen. Etwas später machen wir uns an den Abstieg und stellen fest, dass die Winterroute sogar markiert wurde. Somit sind die nächsten Abschnitte auf dem Trail kein Problem und wir können die heikle Stelle problemlos umgehen, indem wir den Markierungen folgen. Nach wenigen hundert Metern Abstieg sind wir bereits aus den Schneefeldern hinaus, und der weitere Verlauf der Route bis ins Valbona zieht sich in die Länge. In Valbona selbst machen wir eine kleine Pause und ich erhalte noch die Gelegenheit, meine auf dem Campingplatz vergessene Sonnenbrille zu erstezen.

Hochebene
Aufstieg Valbona Pass
Hochebene
Aufstieg Valbona Pass
Hochebene
Valbona Pass
Hochebene
Valbona Pass
Hochebene
Valbona Pass
Hochebene
Valbona
Hochebene
Valbona
Hochebene
Valbona
Hochebene

Am späteren Nachmittag laufen wir noch ein weiteres Stück unserer Tour, indem wir nochmals einige hundert Meter von Valbona hinauf zum nächsten Pass Qafa e Prosllopit wandern. die umliegende Berglandschaft wirkt schroff und mächtig. Während des Aufstiegs stellen wir fest, dass die eingezeichneten Bäche in wirklichkeit trockene Steinrinnen sind. Die Suche nach Wasser erweist sich als eine Herausforderung, allerdings können wir mit etwas Glück und Erkundungsgeschick eine Quelle finden. Etwa eine Gehstunde vom Qafa e Prosllopit entfernt stellen wir unser Zelt auf und geniessen die Abendstimmung in den Bergen.

Hochebene
Aufstieg Prosllopit Pass
Hochebene
Aufstieg Prosllopit Pass
Hochebene
Aussicht Zeltplatz
Hochebene
Aussicht Zeltplatz
Hochebene
Aussicht Zeltplatz
Hochebene
Aussicht Zeltplatz

Karte